Reiseinformation
Sicherheitshinweise für Ihren Aufenthalt in Panama
In Panama City muss in manchen Stadtteilen mit Gewaltkriminalität gerechnet werden. Die meisten öffentlichen Gebäude, Hotels, Geldinstitute, Restaurants werden aus diesem Grund ununterbrochen von bewaffneten Sicherheitsdiensten beaufsichtigt. Wenn Touristen sich auf den Straßen Panama Citys aufhalten sollten sie daher unbedingt darauf verzichten Schmuck zu tragen, viel Bargeld mitzuführen sowie die Original-Reisepässe mitzuführen. Das Risiko in folgenden Gebieten Opfer eines Raubüberfalls zu werden ist besonders hoch, daher soll man diese insbesondere nachts meiden:
In Panama City: El Chorrillo, Curundú, Río Abajo, San Miguelito, Santa Ana, Calidonia, San Felipe (= Casco Viejo)
Außerhalb der Stadt: Colón (auch tagsüber)
Wenn Sie nachts am internationalen Flughafen Tocumen ankommen, ist besondere Vorsicht bei der Auswahl eines Taxis geboten. Nächtliche Überfälle auf Taxis sind schon öfter vorgekommen. Doch auch in, als sicher geltenden Stadtteilen, wie Bella Vista, ist Vorsicht geboten, da es zu vereinzelten Angriffen kam. Geben Sie acht auf harmlos erscheinende Kontaktaufnahmen, diese dienen oft als Ablenkungsmanöver.
Im Osten und im Süden der Urwaldprovinz Darièn, vor allem im Grenzgebiet zu Kolumbien, bestehen die wohl größten Sicherheitsrisiken. Es wird dringend davon abgehalten sich dort aufzuhalten. Zum einen ist die Gesundheitslage katastrophal (Cholera, Malaria) und zum anderen operieren in Darièn illegale bewaffnete Gruppen aus Kolumbien. Vor nicht allzu langer Zeit ist es sogar zu Entführungen von Europäern gekommen.
In der Wirbelsturm-Saison (Juni bis November) kann Panama von Wirbelstürmen mit betroffen sein.
Allgemeine Reiseinformationen
Entwicklungen in positiver Hinsicht erfährt derzeit Panamas touristische Infrastruktur. Als europäischer Tourist muss man seine westlichen Ansprüche kaum senken, doch sind trotz all der positiven Entwicklungen europäisch-ausgerichtete Hotelanlagen hauptsächlich in Panama-Stadt zu finden. Der organisierte Tourismus ist kaum entwickelt.
Dennoch hat dieser ursprüngliche und unveränderte Zustand Panamas seine eigene Schönheit. Kaum ein landschaftlich schöneres und abwechslungsreicheres Land bietet einem die Chance es unverfälscht und echt kennenzulernen, wie Panama. gerade die Region Bocas del Toro und die karibischen San Blas Inseln bieten einen so hohen Anreiz, dass man sogar über das niedrige Niveau der Unterkünfte hinwegsehen kann.
Die Landessprache ist Spanisch. Mit Englisch kommt man in der Hauptstadt gut, aber im Landesinneren nur vereinzelt über die Runden.
Balboa ist das öffentliche Zahlungsmittel in Panama, er steht im Verhältnis 1:1 zu dem amerikanischen US Dollar steht. Den Balboa gibt es nur in Form von Münzen, ansonsten wird mit Dollar-Noten gezahlt. In den größeren Städten Panamas kann man in Hotels und Geschäften auch mit internationalen Kreditkarten, wie Mastercard oder Visa, bezahlen. Sehr selten werden bare Euro getauscht, daher empfiehlt es sich bei einer Reise nach Panama immer US-Dollar in Bargeld mit sich zu führen. Reise- oder Travellerschecks werden ebenso nur vereinzelt akzeptiert.
Über die „Western Union“ kann man innerhalb kurzer Zeit Geldüberweisungen veranlassen, die benötigten Zweigstellen gibt es im ganzen Land.
- Reisen über Land / Verkehrsverbindungen
Im regionalen Bereich ist das Straßennetz als gut einzustufen. Die Panamericana, welche von Panama-Stadt entlang der Pazifikküste bis an die costa-ricanische Grenze reicht, ist ebenso in gutem Zustand. Ebenfalls gut, mit kleinen Einschränkungen, ist das Straßennetz auf der Halbinsel Azuero im Süden des Landes. Ausbesserungen finden derzeitig auf der Nord-Süd-Achse von Panama-Stadt nach Colòn am Atlantik (Transístmica) statt. Neben den Hauptverkehrsstraßen gibt es zwar vereinzelt noch andere asphaltierte Straßen, doch verwandeln sich diese meist nach wenigen Kilometern in der regel in Schotter- oder Sandpisten, in der Regenzeit erweisen sich obendrein als unbefahrbar. Die Panamericana (asphaltierter Teil) endet hinter Panama City, der Osten des Landes ist verkehrstechnisch kaum erschlossen. In allen größeren Orten des Landes verkehren regelmäßig Busse. Nach langer Unterbrechung ist die Eisenbahnstrecke zwischen Panama City und Coloòn wieder in Betrieb, in erster Linie zur Container- aber auch zur Passagierbeförderung.
Auf dem Landweg ist es nicht möglich von Panama nach Kolumbien zu gelangen, da es keinen Grenzübergang gibt über den die Ausreise aus Panama gestattet wäre.
Viele Reiseführer führen die Schiffsverbindung „Crucero Express“ zwischen Colòn (Panama) und Cartagena (Kolumbien) an, wir müssen Ihnen allerdings mitteilen, dass diese Fährverbindung im Herbst 1996 ersatzlos eingestellt. Die einzige Möglichkeit einen PKW weiterzutransportieren ist es die Verschiffung bzw., Luftverfrachtung, wozu in jedem Falle eine Spedition eingeschaltet werden muss.
Einreisebestimmungen für deutsche Staatsangehörige
Reisedokumente
Für die Einreise nach Panama brauchen deutsche Staatsbürger unbedingt einen Reisepass und für eine Aufenthaltsdauer über 3 Monaten noch dazu ein Visum, für einen Aufenthalt unter 90 Tagen reicht der Reisepass. Der deutsche Kinderausweis muss mit einem Lichtbild versehen sein.
Reisen über USA
Als Geschäftsreisende oder Touristen können deutsche Staatsbürger ohne ein Visum in die USA reisen oder lediglich zur Durchreise nutzen. Der Reisepass muss lediglich für die Dauer des Aufenthaltes gültig und maschinenlesbar (bordeauxrot) sein. Außerdem muss ein gültiges Rückreise- bzw. weiterführendes Ticket (diese dürfen nicht in Kanada, Mexiko oder der Karibik enden) in Ihrem Besitz sein.
Urlauber, die einen vorläufigen Reisepass, einen ab dem 26.10.2006 ausgestellten oder verlängerten Kinderpass besitzen, benötigen ein Visum!
Diese Einreisebestimmungen können sich kurzfristig ändern ohne dass wir davon unterrichtet werden, rechtsverbindliche Auskünfte zur Einreise können Ihnen nur die Auslandsvertretungen des jeweiligen Ziellandes erteilen.
Besondere strafrechtliche Bestimmungen
Drogenbesitz und -handel sind auch in Panama strafbare Delikte und werden von den einheimischen Behörden verfolgt. Bei Festnahme ist mit drastischen Haftstrafen im Land zu rechnen. Selbst bei bloßem Verdacht auf Mitführung illegaler Substanzen ist mit einer Verhaftung durch die Polizeibehörden zu rechnen. Die darauffolgende Überprüfung kann unter Umständen mehrere Tage in Anspruch nehmen. Während dieser Zeit ist eine Inhaftierung die Regel.
Medizinische Hinweise
Impfschutz: Eine gültige Impfung gegen Gelbfieber wird für alle Reisenden bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet (www.who.int/ith/countries/en/index.html) gefordert. Bei Einreise aus Deutschland wird diese nicht verlangt. Der Gesundheitsdienst des Auswärtigen Amtes empfiehlt Impfschutz gegen Tetanus, Diphtherie und Hepatitis A, bei Langzeitaufenthalt über 4 Wochen oder besonderer Exposition auch gegen Hepatitis B, Tollwut und Typhus. Die Standardimpfungen für Kinder und Erwachsene entsprechend den Empfehlungen des Robert-Koch-Institutes (siehe www.rki.de) sollten auf aktuellem Stand sein.
Malaria: Ganzjähriges Risiko, hauptsächlich Malaria tertiana, im Osten auch Malaria tropica (auch mit Chloroquinresistenzen). Ein mittleres Risiko besteht in den ländlichen Gebieten der Provinzen auf der Karibikseite und im Grenzgebiet zu Kolumbien, eine geringes Risiko in den tiefer gelegenen ländlichen Gebieten der übrigen Provinzen. Sehr geringes oder kein Risiko in der Kanalzone und in den Stadtgebieten.
Die Übertragung erfolgt durch den Stich blutsaugender nachtaktiver Anopheles-Mücken. Unbehandelt verläuft insbesondere die gefährliche Malaria tropica bei nicht-immunen Europäern häufig tödlich. Die Erkrankung kann auch noch Wochen bis Monate nach dem Aufenthalt ausbrechen. Beim Auftreten von Fieber in dieser Zeit ist ein Hinweis an den behandelnden Arzt auf den Aufenthalt in einem Malariagebiet notwendig.
Je nach Reiseprofil ist deshalb eine Chemoprophylaxe (Tabletteneinnahme) oder die Mitnahme einer Selbstbehandlungsdosis notwendig. Für die Malariaprophylaxe – und Selbstbehandlung sind verschiedene verschreibungspflichtige Medikamente (z.B. Resochin, Malarone, Doxycyclin, Lariam, Riamet) auf dem deutschen Markt erhältlich. Die Dosierung und die persönliche Anpassung sowie Nebenwirkungen bzw. Unverträglichkeiten mit anderen Medikamenten sollten unbedingt vor der Einnahme mit einem Tropenmediziner/Reisemediziner besprochen werden.
Aufgrund der mückengebundenen Infektionsrisiken wird allen Reisenden empfohlen
- ganzkörperbedeckende, helle Kleidung zu tragen (lange Hosen, lange Hemden),
- Insektenschutzmittel tagsüber ( Dengue!), abends und nachts (Malaria) auf alle freien Körperstellen wiederholt aufzutragen
- unter einem Moskitonetz zu schlafen
HIV / AIDS: Durch sexuelle Kontakte und bei Drogengebrauch (unsaubere Spritzen oder Kanülen) besteht grundsätzlich ein hohes Risiko einer lebensgefährlichen HIV/AIDS-Infektion. Kondombenutzung wird immer, insbesondere bei Gelegenheitsbekanntschaften empfohlen.
Durchfallerkrankungen und Cholera: Durch eine entsprechende Lebensmittel- und Trinkwasserhygiene lassen sich die meisten Durchfallerkrankungen vermeiden. Das Leitungswasser in Panama-Stadt ist als Trinkwasser zu verwenden.
Einige Grundregeln bei unklaren Verhältnissen: Ausschließlich Wasser sicheren Ursprungs trinken, z.B. Flaschenwasser, kein Leitungswasser außerhalb der Stadt. Im Notfall gefiltertes, desinfiziertes oder abgekochtes Wasser benutzen. Unterwegs zum Geschirrspülen und Zähneputzen Trinkwasser benutzen. Bei Nahrungsmittel gilt: Kochen, Schälen oder Desinfizieren. Halten Sie unbedingt Fliegen von Ihrer Verpflegung fern. Waschen Sie sich so oft wie möglich mit Seife die Hände, immer aber nach dem Stuhlgang und immer vor der Essenszubereitung und vor dem Essen. Händedesinfektion, wo angebracht, durchführen, Einmalhandtücher verwenden.
Weitere Infektionskrankheiten:
Leishmaniasis, Chagas-Krankheit, Leptospirose
Die durch Insekten übertragene Dengue-Virusinfektionen sind häufig. Aus diesen Gründen empfiehlt sich ein Schutz gegen Moskitostiche auch tagsüber s.o.
Lassen Sie sich vor einer Reise durch eine tropenmedizinische Beratungsstelle/einen Tropenmediziner/Reisemediziner beraten (siehe z.B.: http://www.dtg.org/ oder http://www.frm-web.de/)
Bitte beachten Sie neben unserem generellen Haftungsausschluss den folgenden wichtigen Hinweis:
Eine Gewähr für die Richtigkeit und Vollständigkeit der medizinischen Informationen sowie eine Haftung für eventuell eintretende Schäden kann nicht übernommen werden. Für Ihre Gesundheit bleiben Sie selbst verantwortlich.
Die Angaben sind
- zur Information medizinisch Vorgebildeter gedacht. Sie ersetzen nicht die Konsultation eines Arztes;
- auf die direkte Einreise aus Deutschland in ein Reiseland, insbes. bei längeren Aufenthalten vor Ort zugeschnitten. Für kürzere Reisen, Einreisen aus Drittländern und Reisen in andere Gebiete des Landes können Abweichungen gelten;
- immer auch abhängig von den individuellen Verhältnissen des Reisenden zu sehen. Eine vorherige eingehende medizinische Beratung durch einen Arzt / Tropenmediziner ist im gegebenen Fall regelmäßig zu empfehlen;
- trotz größtmöglicher Bemühungen immer nur ein Beratungsangebot. Sie können weder alle medizinischen Aspekte abdecken, noch alle Zweifel beseitigen oder immer völlig aktuell sein.
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