John Wayne und Taborcillo

Was verbindet John Wayne mit Taborcillo?

In den 60er Jahren war er es, der für Panamas Unabhängigkeit kämpfte. Nicht im Krieg. Auf diplomatische Weise. Als Dank für seine außerordentlichen Leistungen erhielt er vom damaligen Regierungschef die bezaubernde Insel Taborcillo geschenkt.

Omar Torrijos, der damalige Regierungschef und Freund Wayne’s, rang mit der amerikanischen Regierung jahrelang um das Gebiet der Panamakanalzone. Sie befindet sich auf panamenischen Land, wurde aber damals von den USA kontrolliert.

1964 kam es beim sogenannten Flaggenstreit zwischen den USA und Panama zu Auseinandersetzungen zwischen US-Militär und panamaischen Demonstranten, in dessen Verlauf auch Todesopfer zu beklagen waren. Von da an wurde über diese Zone heftig diskutiert und politisch gekämpft.

Der damalige amerikanische Präsident Jimmy Carter stand auf panamenischer Seite und wollte die Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals festlegen.

John Wayne war ein guter Freund von Omar Torrijos. Er war aus tiefstem Herzen Republikaner. Seine Ex-Frau, Josephine, war Panamenin. Doch diese Umstände führten dazu, dass er sich in dieser Angelegenheit gegen die Republikaner wandte und den Demokraten Jimmy Carter bei seinem Vorhaben unterstütze.

Am 07.09.1977 war es soweit. Der unterzeichnete „Torrijos-Carter-Vertrag“ sicherte die Übertragung der gesamten Kanalzone bis Ende 1999 von den USA an Panama. In diesem Vertrag wurde außerdem die ständige Neutralität und Funktionsfähigkeit des Panamakanals festgelegt. Den USA wurde das Recht zugesprochen den Kanal jederzeit vor allen möglichen Gefahren zu schützen.

Omar Torrijos schenkte John Wayne als Dank eine wunderschöne Insel mitten im Pazifik – Taborcillo.